Optische Fasern ermöglichen die Signalübertragung durch Totalreflexion von Infrarotlicht im Quarzglaskern. Aufgrund der intrinsischen Absorptionsverluste des Quarzglases, der Rayleigh-Streuung, der Infrarotabsorption und der Dämpfung durch Hydroxylgruppen sind in der globalen optischen Kommunikationsindustrie sechs gängige Wellenlängenbereiche standardisiert: 850 nm, 1310 nm, 1383 nm, 1490 nm, 1550 nm und 1625 nm. Diese Wellenlängen decken Anwendungsszenarien für Nahbereichs-LANs, Metropolnetze, Langstrecken-Backbones, PON-Glasfaserzugänge, optische Verstärkung und Glasfasertests ab. Deutliche Unterschiede bestehen hinsichtlich Dämpfungskoeffizient, chromatischer Dispersion, maximaler Übertragungsdistanz, passender optoelektronischer Komponenten und Faserauswahl zwischen den verschiedenen Wellenlängenbereichen. Diese Unterschiede dienen als grundlegende Kriterien für die Auswahl der Faserspezifikationen, die technische Auslegung und die Forschung und Entwicklung optischer Komponenten. Diese Arbeit gliedert sich in drei Hauptabschnitte: detaillierte optische Eigenschaften der sechs Wellenlängenbereiche, ein Vergleich der technischen Spezifikationen der Kernfasern sowie die Klassifizierung passender Fasern und praktischer Anwendungen für jede Wellenlänge.